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Kirche Maria Immaculata Greifenberg

Schon vor dem ersten Weltkrieg war mit der Gründung eines Kirchenbauvereins in Greifenberg begonnen worden. Die Inflation machte jedoch alle Pläne wieder zunichte und so mussten die Greifenberger noch über 50 Jahre lang ihre Gottesdienste entweder in der Kapelle der Familie von Perfall oder in der Kirche St. Martin in Beuern feiern, die zum damaligen Zeitpunkt die Pfarrkirche von Greifenberg war.

Im Jahre 1958 konnte endlich mit dem Bau einer eigenen Pfarrkirche begonnen werden. Nach Plänen des Münchner Architekten Alexander Freiherr von Branca entstand nach dem Vorbild einer Basilika mit freistehendem Turm und mit einem ummauerten Atrium ein modernes Kirchengebäude, das Platz für ca. 400 Gläubige bietet.

Der Altar besteht aus einer Steinplatte, die auf vier Bronzefüßen von Johnnes Dumanski ruht. Über dem Altar ragt ein großes aus Bronze gegossenes Kreuz von Akademieprofessor Heinrich Kircher. Der Ambo in Form eines Adlers wurde wieder von Dumanski gefertigt, der Tabernakel zur Rechten des Altars stammt aus der Werkstatt des Münchner Goldschmieds Max Olofs. Die Tabernakelsäule wiederum wurde von Bildhauer Hans Kreuz aus Herrsching geschaffen.

Entlang der Südseite der Kirche erstreckt sich das niedrigere Seitenschiff, das mit seinen mächtigen Betonsäulen zur Linken und dem großen Wabenfenster aus Glasbausteinen zu seiner Rechten ein Tonnengewölbe bildet, an dessen vorderen Ende sich die Marienkapelle befindet. Am hinteren Ende des Gewölbes wurde eine Taufkapelle mit einem schönen Oberlicht angebaut. Der Taufstein und der Seitenaltar in der Marienkapelle sind ebenfalls Schöpfungen von Hans Kreuz.

Bei ihrer Indienststellung hatte die Kirche aus Kostengründen zunächst keine Orgel und auf dem Turm fehlten die Glocken und eine Uhr. Während die Glocken schon im darauf folgenden Jahr geweiht wurden, dauerte es bis ins Jahr 1972, bis die Orgel eingebaut werden konnte und erst 1978 bekam der Kirchturm seine Uhr.

Mit Wirkung des 01.01.1967 wurde die bisherige Pfarrei St. Michael in Beuern offiziell nach Greifenberg verlegt und in „Pfarrei Maria Immaculata“ umbenannt. Maria Immaculata wurde damit zur Pfarrkirche und St. Michael in Beuern zu ihrer Filiale.

 

 

 

1958

Grundsteinlegung

Die Grundsteinlegung erfolgt im Jahr 1958 durch Dekan Grasmüller und Pfarrvikar Dr. Gehring

15.11.1959

Feierliche Weihe der Kirche

Diözesanbischof Dr. Josef Freundorfer aus Augsburg weiht die Kirche am 15. November 1959 auf den Namen der unbefleckten Empfängnis Mariens und setzt im Hauptaltar die Reliquien der heiligen Christina und Akuli bei.

03.04.1960

Weihe der Kirchenglocken

Die von der Firma Czudnochowsky in Erding am 24.03.1960 gegossenen Glocken treffen in Greifenberg ein und werden am 03.04.1960 feierlich geweiht. Sie tragen die Namen "Christkönig", "Maria", "Josef" und "Ulrich" und sind auf dis, fis, gis und h gestimmt. Alle vier Glocken zusammen wiegen 2500 kg. Sie läuteten im selben Jahr zum ersten Mal in der Osternacht.

17.09.1972

Weihe der Orgel

Nach der Indienststellung der Kirche gab es zur musikalischen Begleitung der Gottesdienste für einige Jahre nur ein Harmonium. Dieses wurde dann zunächst gegen eine Stubenorgel getauscht, bevor Maria Immaculata dann im Jahr 1972 endlich eine "richtige" Orgel bekam. Diese wurde von der Firma Guido Nenninger aus München gebaut und am 17. September 1972 durch Weihbischof Manfred Müller aus Augsburg im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes geweiht.