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Kirche
Kirche Maria Immaculata Greifenberg
Ende der 1950iger Jahre kam zu der Auslegung, die Kirche als Haus Gottes auch die gedankliche Erweiterung, die Kirche als Versammlungsort für die Gemeinde. Die neueren Kirchenbauten wurden schon vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil und anschließend als Folge der Liturgiekonstitutuion im Sinne einer intensiveren Einbeziehung der Gemeinde gestaltet.
Der Hochaltar sollte von der Rückwand getrennt errichtet werden als Tisch für die Gemeinde, die bühnenartige Erhöhung sollte möglichst niedrig ausfallen. Der Ort der Wortverkündigung war nicht mehr die Kanzel, sondern der Ambo. Der Tabernakel erhielt einen eigenen Platz auf einer Stele. Der Platz des Liturgen wurde durch einen eigenen Sitz geschaffen.
Diese Gedanken hat der Architekt Alexander Freiherr von Branca schon 1958 aufgegriffen. Die künstlerische Ausgestaltung erfolgte mit dem Triumphkreuz von Professor Heinrich Kirchner und durch Arbeiten der Bildhauer Johannes Dumansky, Hans Kreuz und Erich Sinz. Im Süden wurde durch ein großflächiges Wabenfenster ein Seitenschiff gebildet, welches an ihrem Ende die Marienkapelle formte, und im Südwesten wurde eine eigene Taufkapelle angebaut.
Hauptstraße 34
86926 Greifenberg
Kapelle
Kapelle Herrgottsruh Greifenberg
Im Zeitalter des Barock gab die Betrachtung des leidenden Heilandes vielfach Anlass, eigene Kapellen oder spezifische Nischen in den Kirchen zu erbauen, um die Ruhe oder Rast Christi oder den Christus im Kerker den Menschen vor Augen und Herz zu stellen. So ließ die Wirtsfamilie Ziegler in Greifenberg im Jahre 1695 eine eigene Kapelle errichten. Natürlich hat auch die bedeutende Bildhauersippe Luidl in Landsberg sich der verschiedenen Typen des leidenden Christus angenommen. Die hervorragendste Persönlichkeit in dieser Werkstatt war Lorenz Luidl (um 1645 - 1719). Es liegt nahe, dass neben der Stadt Landsberg die nähere Umgebung, im weiteren Sinn das heutige Kreisgebiet, am meisten von dieser fruchtbaren Künstlerpersönlichkeit profitierte. Viele Werke sind vom Künstler selbst signiert, noch mehr können ihm aufgrund der charakteristischen Merkmale seiner Arbeiten zugeschrieben werden. In der Zusammenstellung vom ehemaligen Kreisheimatpfleger W. Neu sind die Figuren in der Greifenberger Kapelle dem Meister selbst zuerkannt und auch archivarisch nachgewiesen. Es handelt sich dabei um die Hauptfigur ,,Christus in der Ruhe" und die flankierenden Figuren der Heiligen Sebastian und Wendelin, in der Bekrönung (Aufsatz des Altares) um eine Halbfigur von Gottvater im Wolkenkranz, in der Predella (Sockel des Altares) um eine Pieta (Schmerzensmutter) und die Heiligen Anna und Elisabeth. Leider sind letztere drei Figürchen im Jahre 1967 gestohlen worden. Als weitere Beispiele des sitzenden, leidenden Heilandes aus der Werkstatt von Luidl seien genannt: eine Skulptur in der Stadtpfarrkirche Landsberg, die einmal in der Kirche in Sandau gestanden haben soll, eine Skulptur in der alten Friedhofskirche Landsberg, eine Skulptur in Stoffen, die in der sog. Schwedenkapelle gestanden hat, zwei Skulpturen in der Gruftkapelle zu Eresing und eine Skulptur in der Kirche Hl. Kreuz in Rammertshofen.
Hauptstraße 31 a, 86926 Greifenberg
86926 Greifenberg